
Der in London lebende Künstler Gustav Metzger wurde eingeladen, für skulptur projekte münster 07 eine neue Arbeit zu entwickeln. Ausgehend von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs initiiert Metzger mit seinem Projekt
Im November 1940 flog die deutsche Luftwaffe einen schweren taktischen Bombenangriff auf die englische Industriestadt Coventry, dem die meisten Todesopfer aller deutschen Angriffe in England zum Opfer fielen und der zu einer fast vollständigen Zerstörung der Stadt führte. Als Antwort auf diesen Angriff intensivierte die Royal Air Force die Flächenbombardements deutscher Städte, was unter anderem die verheerende Verwüstung der Stadt Münster bis 1945 bewirkte.
Als Hinweis auf die massiven Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg und dem damit alltäglichen Bild der Zerstörung, das sich in den Städten bot, wird an jedem der 107 Ausstellungstage an einem Ort in der Innenstadt Münsters eine unterschiedliche Anzahl von Steinen mithilfe eines Gabelstaplers abgelegt. Die Stadt Coventry wurde eingeladen, sich im selben Zeitraum an diesem Projekt zu beteiligen und nach demselben Prinzip ein stetig anwachsendes und sich ausdehnendes Mahnmal aus Steinen, korrespondierend zu Münster, zu schaffen.
Jeden Morgen wird der genaue Standort des Tages aus den 107 möglichen Örtlichkeiten durch einen Zufallsgenerator ermittelt, bis schließlich Steine an allen Orten liegen. Die Anzahl und Anordnung der Steine ist im Vorfeld für jeden Standort festgelegt worden. Ein Gabelstapler transportiert täglich die entsprechende Anzahl von Steinen an ihren Bestimmungsort, wo sie anschließend fotografiert werden. Nach Ablauf der Ausstellung werden die Steine wieder aus dem Stadtbild verschwinden.
Der Prozess dieses kontinuierlich anwachsenden Mahnmals in Münster wird an dieser Stelle dokumentiert. Im Ausstellungsraum des Westfälischen Kunstvereins wird